Sozialraum-Team

Im September 2005 begannen die drei Sozialraumteams in Harburg (Eißendorf, Phoenix-Viertel, Heimfeld-Nord) mit ihrer Vernetzungsarbeit. Diese Teams wurden in den Regionen gebildet, weil im Bezirk Harburg die Ausgaben für die Hilfen zur Erziehung besonders hoch waren. Häufig arbeiteten mehrere Institutionen mit einer Familie, ohne voneinander zu wissen. Dieser so genannten “Versäulung sozialer Institutionen” soll die sozialraumorientierte Vernetzung entgegenwirken. Die institutionsübergreifende Kooperation soll gefördert werden, professionellen Akteure sollen sich zusammenschließen und Ressourcen bündeln, um effizienter und effektiver zu arbeiten. Außerdem soll der Zugang zu individuell geeigneten Hilfen im Stadtteil leichter werden. Hierdurch kann ein wirksamer Beitrag zur Verbesserung der Lebenslagen von Kindern, Jugendlichen und Familien im Sozialraum geleistet werden.

Aufgaben der monatlichen Sozialraum-Treffen

  • Sammlung von Informationen über Ressourcen
  • Sachnahe Analyse. Feststellung von Bedarfen und Lücken im Sozialraum. Alle fühlen sich verantwortlich für die Belange des Sozialraums, arbeiten zusammen und können dadurch besser die Unterstützungsangebote auf die Zielgruppe ausrichten.
  • Abstimmung gemeinsamer Projekte und Strategien gegenüber Politik und Verwaltung.
  • Schaffung eines tragfähigen Netzes an Angeboten für Familien durch Kooperationsprojekte. Weiterentwicklung und Ausbau von niedrigschwelligen Angeboten.
  • Sensibilisierung anderer Institutionen für Themen, die sie nicht unmittelbar betreffen.
  • Beziehungspflege unter den Institutionen im Sozialraum.
  • Verbesserung des Informations- und Erfahrungsaustausch, Vermittlung von Kontakten
  • Arbeit zu bestimmten Themen in Unterarbeitsgruppen und weiteren Arbeitskreisen.

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Bedeutung für die Menschen im Sozialraum

Die Finanzmittel für präventive Angebote im Bereich der Kinder-, Jugend- und Familienarbeit sind knapp, aber immer mehr Familien geraten immer häufiger in schwierige Lebenssituationen, in denen sie Hilfe benötigen (wachsende Überforderung der Eltern, Armut, zunehmende Zahl Alleinerziehender, steigende Zahl von Scheidungen, fehlende Vereinbarkeit von Familie und Beruf, fehlende Unterstützung und Entlastung durch die Großfamilie, fehlende private Netzwerke, …).

Die soziale Netzwerkarbeit soll hier als Möglichkeit dienen, Versorgungslücken festzustellen und möglichst durch Kooperationen zu schließen. Ihre Aufgabe ist es, den Menschen zu helfen, ihre sozialen Probleme unbürokratisch zu lösen.

Dafür muss es zahlreiche Angebote im Sozialraum geben,

  • die für die Familien gut zu erreichen sind,
  • die auf die Probleme der Familien zugeschnitten sind,
  • die wenig oder gar nichts kosten,
  • wo jeder hingehen mag und wertschätzend behandelt wird,
  • wo Unterstützung und Entlastung gefunden wird (Hilfe zur Selbsthilfe),
  • wo neue Kontakte geknüpft werden können (zur Schaffung eines privaten Netzwerkes)

Die aktuellen Projekte können bei den Sozialraumteams erfragt werden.

Ansprechpartnerin für die SRT-Arbeit: Netzwerkmanagement ASD Harburg-Kern, Frau Nicole Papmahl,
Nicole.Papmahl@Harburg-Hamburg.de